Phasendifferenz-Peiler

Liebe Funkfreunde, Peilen macht einen riesigen Spaß.

Nicht nur um ungebetenen Gästen auf den höheren Frequenzbändern oder Relaisstellen das Leben schwer zu machen, auch das supergenaue auffinden von Baken, bekannten Funkamateuren oder die Peilwettbewerbe……. es ist einfach ’ne tolle Sache. Ich möchte hier auf die beiden sehr unterschiedlichen Peilarten eingehen. Zum einen ist es die Peilung mit drehbaren, scharf bündelnden Antennen mit kleinem Öffnungswinkel die auf einigen Hausdächern oder Masten montiert sind, dabei wird die Antenne mit einem Rotor in die Richtung des stärksten Signales gedreht, das genaue Ausrichten muss präzise erfolgen, das man auch wirklich die Richtung des anzupeilenden Signales auf der Windrose des Rotorsteuergerätes gradgenau ablesen kann. Die Anzeige der Signalstärke erfordert natürlich ein S-Meter mit einer guten Auflösung, am besten funktioniert es mit einem Zeigerinstrument.

Zusammenfassend kann man sagen, das diese Peilvariante außer der drehbaren Antenne idealerweise einen Stations-Transceiver erfordert um auch die Betriebsart SSB wählen zu können, und mittels RF-Gain das Signal abschwächen zu können. Denn mit SSB lässt sich ein Signal oder besser die Interferenzen viel besser einstellen bzw. orten als mit FM. Um jetzt die Peilergebnisse weiter zu Verarbeiten braucht man nur auf die Homepage von DB0RH zu gehen und die ermittelte Richtung auf der Windrose der Rotorsteuerung abzulesen und in die Peilkarte einzutragen, wenn jetzt weitere Peilergebnisse von anderen hinzukommen, wird der „FUCHS“ bald gefangen werden.

Die zweite Variante erfordert einen vergleichsweise minimalen Geräteaufwand, nämlich ein beliebiges Handfunkgerät oder einen Handscanner mit der im folgenden beschriebenen Peilvorrichtung. Um das Peilergebnis als Richtung auf der DB0FA-Seite eingeben zu können brauchen wir nur noch einen Kompaß, erfahrene Peiler suchen sich besonders in Städten auch andere Referenzpunkte wie Kirchtürme oder Brücken und geben diese Ergebnisse dann mit der Funktion der Zielrichtungseingabe auf DB0RH ein. Die Peilung mit dem Handfunkgerät ist auch die bessere Lösung, um in Städten oder im kleineren Umkreis zu akzeptablen Ergebnissen zu kommen. Leider scheitern fast alle Peilversuche auf dem 2 m bzw. 70 cm Band durch nicht HF-dichte Funkgeräte, die bei einem Abstand von weniger als 1 KM vom „Fuchs“ (Sender) und Antennen wie HB9CV, Fischgrätenantenne etc. immer das Maximum am Messgerät anzeigen lassen, schielen oder durch Reflexionen eine genaue Messung unmöglich machen.

Eine einfache und dennoch gute Methode der Peilung ist der Aufbau eines Phasen/Dopplerpeilers nach DL7AHW. Bei der einfachsten Art werden 2 Antennen, die in einem bestimmten Abstand voneinander auf einer Kunststoffschiene angebracht werden, innerhalb einer Millisekunde (1Khz) jeweils an den RX-Eingang eines Handfunkgerätes oder Scanners geschaltet, die Geräte brauchen hierzu nicht verändert werden. Ist die Entfernung zum „Fuchs“ die Gleiche – die Antennen zeigen beide parallel in Richtung des Senders – so hört man einen lauten Ton von 1Khz. Es herrscht ein Phasengleichlauf der Empfangsfrequenz ohne Auslöschung der Frequenz. Dreht man nun die Antennen so, dass beide hintereinander zum Sender zeigen, so werden bei richtiger Dimensionierung des Antennenabstandes und der Koaxkabellängen die Phasen so überlagert, dass sie sich fast auslöschen. Dabei muss der Abstand der Antennen zueinander kleiner als Lambda/2 sein. Der Signalton wäre aber in beiden Peilrichtungen gleichlaut. Eine eindeutige Senderrichtungsanzeige wird erreicht, indem man eine Zuleitung um elektrisch Lambda/2 länger macht als die andere (Achtung: Verkürzungsfaktor 0.66 beachten). Nun ist der Ton eindeutig in einer Richtung leiser als in der anderen. Je näher man an den Sender kommt, umso genauer und eindeutiger wird die Peilrichtung. Ist die Entfernung zum „Fuchs“ kleiner als 2 Meter, so ist die Peilung immer noch eindeutig………

Der Dopplerpeiler nach DL7AHW

Da sehr viele Faktoren bei diesem Peiler eine Rolle spielen, wäre empfehlenswert einen Schenkel des Booms in der Länge variabel zu gestalten, um ein Optimum zu erzielen. Auch mit den Widerständen R7 und R8 kann man die Phase beeinflussen und somit die Auslöschung optimieren. Einfach durch ein Poti ersetzen. Der Praxistest meiner ersten Antenne ist erstaunlich gut gelaufen. Eine Peilung in Berlin war eindeutig und erfolgreich und eine Notfallsituation am gleichen Testtage, hat die letzten Zweifel an diesem Peiler weggeräumt. Sogar Mitarbeiter der RegTP in Berlin haben jetzt so einen Peiler nachgebaut. Der Abstand der Dipole beträgt 29cm und die Koaxlänge war einmal 18 cm und 35 – 39 cm. Bitte sauber aufbauen und das längere Koaxkabel in einer Schleife aufwickeln und unter dem Boom abbinden. Ich habe eine kleine Schaltung dafür gezeichnet, die ein sicheres Nachbauen ermöglicht. Da es sich nur um ein paar Bauteile handelt, kann man diese an das IC anlöten und die gesamte Schaltung dann in einen kleinen 10 mal 10 Millimeter grossen Kabelkanal, an dem auch die Antennen angebracht werden, direkt einbauen/einkleben. Auch ein kleines 50Kohm Poti passt hinein. Für die Tonhöhenveränderung wird ein 50Kohm (10Kohm) Poti benötigt. Eine 9 Volt Batterie wird dann mit doppeltklebendem Klebeband auf die Schiene angebracht. Um so einen Peiler für 2m und 70cm zu bauen kann man z.B. 2 kurze, ausziehbare Teleskopeantennen benutzen, oder dünnen Kupferbeschichteter Schweissdraht für Monoantennen. Ich habe von einem Küchenschneebesen vier Drähte abgekniffen (hi), die dünn sind, flexibel und sich löten lassen (mit etwas Lötfett). Die Boomlänge sollte für das 2 Meterband grösser als 65 cm sein…..

Der Phasen-Differenz-Peiler nach DL7AHW

Und nun die Schaltung mit einem IC 4011 und 2 Dioden 4007 (besser PIN-Dioden BA-479), die als Umschalter für die Antennen dienen. Natürlich kann man mit kleiner Leistung auch über die Dioden senden. Dabei ist aber unbedingt darauf zu achten, dass die Antennen auf Resonanz gebracht worden sind, ansonsten kann das Funkgerät zerstört werden. Layout Zum Schluss sei noch gesagt, dass es der erste Peiler dieser Art ist, den ich gebaut habe, und er funktioniert. Man benötigt allerdings ein wenig Übung, um nachvollziehbare Ergebnisse zu erzielen. Das ist bedingt durch Reflexionen an Gebäuden sowie korrekte Haltung des Peilers. Auch spielt die Polarisation des Fuchses eine nicht unwesentliche Rolle. Aber es macht einen riesigen Spaß!! Ich werde diesen Peiler noch optimieren und wenn ich ein besseres Ergebnis erzielt habe, die neuen Daten dann wieder auf dieser Seite vorstellen!

Uwe DG1OW

Clubstation

Die Clubstation befindet sich in unserem OV-Heim in Wathlingen.

29339 Wathlingen, Hinter der Schmiede 6a.

Für Aktivitäten steht hier ein Kenwood TS-820 mit max. 100 W,

welcher über einen AT-180 an einer W3DZZ betrieben wird, zur Verfügung.

 

Die Clubstation hat die Rufzeichen DF0CEL und DL0UE

Informationen zur Clubstation erteilt DL6ON (Joachim)

Skeds können ebenfalls mit Joachim verabredet werden.

Die Schlüssel zur Clubstation verwalten DG9OAD (Hermann) und DG2OP (Ralf).

Der OV-Abend findet jeweils am 2. Montag im Monat um 18:30 im Clubheim in Wathlingen statt.

 

die weiteren Aktivitäten stehen unter Termine ……

Spendenaufruf

Hallo liebe Funkfreunde,

das Heiderelais ist mit neuer Technik und neuen Antennen wieder in Betrieb. Es verrichten nun 2 neue CM-360 von Motorola ihren Dienst im neue aufgebauten Relais.

Wir hoffen das damit auch ein wenig mehr Flächenabdeckung zu realisieren ist.

Noch einmal vielen Dank für die zahlreichen Spenden.
Nur mit EUREN Geldern konnte der erforderliche Umbau durchgeführt werden.

Wir hoffen, das noch weitere User eine kleine Spende für UNSER Heiderelais geben.

Empfänger: VFDB Niedersachsen
Institut: PSD-Bank Nord
Kto.Nr.: 255 54 93 600
BLZ: 200 909 00

Verwendungszweck: Spende DB0RH OV Celle-Uelzen, Z-84

!!! bitte Namen, Call und DOK eintragen !!!

Privatpersonen erhalten auf Anforderung eine Spendenquittung über den VFDB.
Nach neustem Recht sind bei Spenden bis 100 € keine Spenden-quittungen mehr notwendig.
Die Spender müssen durch Konto-Überweisungen beim Einkommenssteuernachweis belegen, daß Spenden bargeldlos gezahlt wurden.

Relaisverantwortlicher

DG1OW Uwe

Ethik und Betrieb

Hallo liebe Nutzer der Amateurfunk-Relais DB0WD und / oder DB0RH

durch diese Veröffentlichung möchten wir, die Betreiber dieser beiden Relaisstellen, an die Vernunft von erwachsenen Menschen appellieren.

Die Betriebstechnik lässt immer mehr zu Wünschen übrig, das geht soweit, das sogar Nicht-Lizensierten oder Störern Rufnamen gegeben werden.

Das geht uns entschieden zu weit.

Weiter unten haben wir deshalb noch einige Auszüge aus den, unser Hobby betreffenden, Gesetzen und Verordnungen veröffentlicht.

Amateurfunk ist ein Hobby, und ein schönes immer noch, trotz einiger Ausreißer.

Unser Appell geht an alle, die nicht dazu beitragen wollen, das die Relais in nächster Zeit abgeschaltet, oder unter anderen Bedingungen betrieben werden müssen. Denn eines muss Euch klar sein, nach dem Relaissterben der letzten Jahre durch wegfallende Standorte bei der Turmgesellschaft, ist es nicht einfacher geworden die Technik am Leben zu halten. Die Betriebskosten steigen auch laufend, was auch zu erheblichen finanziellen Mehrbelastungen der Betreiber führt.

An dieser Stelle auch noch die Erinnerung an die Möglichkeit sich mit einer unterstützenden Überweisung an den Allgemeinkosten zu beteiligen.

Als Zeichen, das es uns Ernst ist mit unserem Versuch, eine bessere Betriebstechnik einzuführen, werden wir uns einige Sanktionen vorbehalten, die auf beiden Relais angewendet werden.

Diese Maßnahme kann von einer förmlichen Verwarnung, über ein zeitlich begrenztes, bis hin zu einem unbegrenzten Relaisverbot reichen. Diese Sanktionen werden selbstverständlich mit der Bundesnetzagentur abgesprochen oder sogar über diese ausgesprochen werden. Sie werden aber nur ausgesprochen, wenn wir die Verstöße selbst erfahren, bzw. gehört haben. Wir wollen keine „Relais-Polizisten“.

Welche Sanktion für welche Nichtbeachtung unserer Vorschriften von uns ausgesprochen wird, werden wir von Fall zu Fall entscheiden. Ausgesprochene Nutzungsverbote werden wir, für alle sichtbar, hier veröffentlichen.

Noch einmal Zusammengefasst, die Arbeit zur Instandhaltung, die finanzielle Belastung, und nicht zuletzt die verbalen Ausfälle die einige OMs gegenüber den Verantwortlichen öffentlich geäußert haben, haben uns zu diesen Schritten geführt.

Wir werden nicht dulden, das uns einige OMs oder auch Störer unser Hobby kaputt machen.
Hier noch mal ein kleines sehr wirkungsvolles Rezept gegen Störungen:
Wenn gestört wird, einfach weitersprechen oder antworten, auch wenn überhaupt nichts verstanden wurde, die Gegenstation wird es schon merken und entsprechend reagieren.
Nicht eine einzige Silbe, was, wer, oder ob überhaupt gestört wird.
Einfach nicht reagieren, den Störer mit Nichtbeachtung strafen, dann hört er von selbst auf.

Wir wollen doch auch mal wieder unseren Amateurfunk anderen vorführen können, mit der zur Zeit von einigen OMs/YLs verbreiteten Betriebstechnik sind wir davon aber noch weit entfernt.

Auszüge aus dem Gesetz für Amateurfunk von 1997 (AFuG 1997)

§ 2 Begriffsbestimmungen

Im Sinne dieses Gesetzes ist

1. Funkamateur der Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses oder einer harmonisierten Amateurfunk-Prüfungsbescheinigung auf Grund der Verfügung 9/1995 des Bundesministeriums für Post und Telekommunikation vom 11.Januar 1995 (Amtsblatt S. 21), der sich mit dem Amateurfunkdienst aus persönlicher Neigung und nicht aus gewerblich-wirtschaftlichem Interesse befaßt,

2. Amateurfunkdienst ein Funkdienst, der von Funkamateuren untereinander, zu
experimentellen und technisch-wissenschaftlichen Studien, zur eigenen Weiterbildung, zur Völkerverständigung und zur Unterstützung von Hilfsaktionen in Not- und Katastrophenfällen wahrgenommen wird; der Amateurfunkdienst schließt die Benutzung von Weltraumfunkstellen ein. Der Amateurfunkdienst und der Amateurfunkdienst über Satelliten sind keine Sicherheitsfunkdienste,

3. eine Amateurfunkstelle eine Funkstelle, die aus einer oder mehreren Sendefunkanlagen und Empfangsfunkanlagen einschließlich der Antennenanlagen und der zu ihrem Betrieb erforderlichen Zusatzeinrichtungen besteht und die auf mindestens einer der im Frequenznutzungsplan für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen Frequenzen betrieben werden kann.

Zur Zeit gibt zwei Amateurfunkklassen:

Klasse A
Zugang zu allen Amateurfunkbändern mit einer maximalen Sendeausgangsleistung von 750 Watt PEP
Klasse E
Zugang zu einigen Amateurfunkbändern mit einer maximalen Sendeausgangsleistung von bis zu 100 Watt PEP

§ 3 Voraussetzungen zur Teilnahme am Amateurfunkdienst, Rufzeichen, Frequenzzuteilung

(1) Die Regulierungsbehörde (§ 10) lässt eine natürliche Person unter gleichzeitiger Zuteilung eines personengebundenen Rufzeichens auf Antrag zur Teilnahme am Amateurfunkdienst zu, wenn sie eine fachliche Prüfung für Funkamateure erfolgreich abgelegt oder eine Amateurfunk-Prüfungsbescheinigung nach § 2 Nr. 1 vorgelegt hat.

(2) Die Regulierungsbehörde teilt dem Funkamateur auf Antrag weitere Rufzeichen zu. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung das Verfahren der Zuteilung und Einzelheiten der Anwendung und Mitbenutzung von Rufzeichen zu regeln.

(3) Eine Amateurfunkstelle darf erst nach der Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst und der Zuteilung

  1. eines personengebundenen Rufzeichens,
  2. eines Rufzeichens für den Ausbildungsfunkbetrieb oder
  3. eines Rufzeichens für fernbediente und automatisch arbeitende Amateurfunkstellen oder
  4. eines Rufzeichens für Klubstationen durch den Funkamateur betrieben werden.

(4) Die Regulierungsbehörde kann unter Beibehaltung der Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst zugeteilte Rufzeichen aus wichtigen Gründen, insbesondere bei Änderungen durch internationale Vorgaben ändern. Sie kann unbeschadet des § 49 Abs. 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes die Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst unter gleichzeitiger Entziehung der zugeteilten Rufzeichen widerrufen, wenn der Funkamateur fortgesetzt gegen dieses Gesetz oder gegen auf Grund dieses Gesetzes erlassene Rechtsverordnungen verstößt.

(5) Die im Frequenznutzungsplan (§ 46 des Telekommunikationsgesetzes vom 25. Juli 1996 – BGBl. I S. 1120) für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen Frequenzen gelten einem Funkamateur mit Wohnsitz in Deutschland als zugeteilt, wenn ihm ein oder mehrere Rufzeichen zugeteilt worden sind.

§ 5 Rechte und Pflichten des Funkamateurs

(1) Der Funkamateur darf nur ein ihm von der Regulierungsbehörde zugeteiltes Rufzeichen benutzen.

(2) Mit einem von der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen zugeteilten Rufzeichen ist der Funkamateur berechtigt, abweichend von den im Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen vom 31. Januar 2001 (BGBl. I S. 170) festgelegten Konformitätsbewertungsverfahren, eine im Handel erhältliche oder selbstgefertigte Amateurfunkstelle sowie Sendeanlagen, die zu Amateurfunkstellen umgebaut sind, zu betreiben.

(3) Der Funkamateur darf mit seiner Amateurfunkstelle nur auf den in § 3 Abs.5 genannten Frequenzen senden.

(4) Eine Amateurfunkstelle darf

  1. nicht zu gewerblich-wirtschaftlichen Zwecken und
  2. nicht zum Zwecke des geschäftsmäßigen Erbringens von Telekommunikationsdiensten betrieben werden.

(5) Der Funkamateur darf nur mit anderen Amateurfunkstellen Funkverkehr abwickeln. Der Funkamateur darf Nachrichten, die nicht den Amateurfunkdienst betreffen, für und an Dritte nicht übermitteln.

Satz 2 gilt nicht in Not- und Katastrophenfällen.

Auszug aus der Verordnung zum Gesetz über den Amateurfunk
(Amateurfunkverordnung – AFuV)
Vom 15. Februar 2005

§ 13 Fernbediente oder automatisch arbeitende Amateurfunkstellen

(1) Der Betrieb einer fernbedienten oder automatisch arbeitenden Amateurfunkstelle bedarf einer gesonderten Rufzeichenzuteilung nach § 3 Abs. 3 Nr. 3 des Amateurfunkgesetzes. Diese Funkstelle darf nur an dem in der Rufzeichenzuteilung aufgeführten Standort unter den dort festgelegten Rahmenbedingungen betrieben werden.

(2) Der Rufzeichenzuteilung geht eine standortbezogene Verträglichkeits-untersuchung für die jeweils zur Nutzung beabsichtigte Frequenz voraus. Das Rufzeichen kann nur zugeteilt werden, wenn entsprechende Frequenzen verfügbar sind.

(3) Mit der Rufzeichenzuteilung wird der Berechtigungsumfang für den Betrieb der fernbedient oder automatisch arbeitenden Amateurfunkstelle festgelegt. Sie kann mit weiteren Auflagen versehen werden, die eine störungsfreie Frequenznutzung gewährleisten sollen. Einzelheiten werden von der Regulierungsbehörde nach Anhörung der betroffenen Kreise festgelegt und in ihrem Amtsblatt veröffentlicht.

(4) Der Funkbetrieb über fernbediente Amateurfunkstellen nach Absatz 1 ist Funkamateuren mit zugeteiltem Rufzeichen zu gestatten. Aussendungen und Funkverkehr der Amateurfunkstellen nach Absatz 1 haben Vorrang vor dem übrigen Amateurfunkverkehr und dürfen nicht beeinträchtigt werden. Zur Sicherstellung eines störungsfreien Betriebs kann der Inhaber des Rufzeichens einer fernbedienten Amateurfunkstelle nach Absatz 1 andere Funkamateure von der Nutzung der Amateurfunkstelle ausschließen. Die Regulierungsbehörde ist hiervon zu unterrichten.

(5) Die Zuteilung für Funkstellen nach Absatz 1 kann außer in den in § 49 Abs.2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes genannten Fällen auch widerrufen werden, wenn

  1. der Inhaber des Rufzeichens innerhalb eines Jahres nach der Zuteilung den bestimmungsgemäßen Betrieb der fernbedienten oder automatisch arbeitenden Amateurfunkstelle nicht aufgenommen hat oder eine Betriebsunterbrechung von mehr als einem Jahr vorliegt,
  2. die Verträglichkeit mit anderen Nutzungen nicht mehr gewährleistet ist oder
  3. die Voraussetzung des Absatzes 2 Satz 2 nicht mehr gegeben ist oder
  4. der Inhaber des Rufzeichens seine Verpflichtungen nach Absatz 1 Satz 2 oder eine Auflage nach Absatz 3 Satz 2 nicht erfüllt.

Als Link ist hier noch eine sehr interessante Abhandlung über die ETHIK und die BETRIEBSTECHNIK im Amateurfunk angehängt.

Wenn jeder, besonders die Funkamateure die auf keine fundierte Ausbildung in verschiedenen Vereinen zurückblicken können, wenn jeder sich mal die eine oder andere Stunde Zeit nimmt und darin blättert.
Dann werden wir in kurzer Zeit auch wieder unseren Relais zuhören können, und es könnten abendliche Klönrunden wieder ungestört und mit sinnvollen Unterhaltungen gefüllt werden.
Dann wird es auch wieder möglich sein, das eine oder andere Gespräch auf unseren Relais interessierten Freunden vorzuführen. Wenn die momentanen Zustände so weitergegeben werden, brauchen wir uns nicht wundern, wenn der Amateurfunk eines Tages ganz den Bach runter geht und sich selbst zu einem besseren CB-Funk degradiert.

Uwe DG1OW
Für das Heiderelais DB0RH

Frank DD0OW
Für das Deisterrelais DB0WD

Was ist passiert beim Heiderelais DB0RH in Wardböhmen

Liebe Freunde von Z84,
was ist passiert beim Heiderelais DB0RH in Wardböhmen.

Übersicht :
•    Austausch der alten Relais-Technik
•    Änderung der Verträge mit DFMG
•    Umbau der Antennenanlage
•    neues Konzept mit Duplexer
•    Umbau der Technik in einen Modulschrank
•    Austausch der Ablaufsteuerung
•    Erneuerung der kompletten HF-Kabel
•    Dank an die Spender
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Nach einer etwas turbulenten Zeit um unseren OV und unser Relais ist es mal wieder an der Zeit einen kurzen Bericht über den Sachstand zu geben.

Die am Heide-Relais verbaute Storno-Technik ist mittlerweile über 40 Jahre alt, Reparaturen haben des öfteren zu Ausfällen geführt, deshalb haben wir uns entschlossen die komplette Geräte-Technik auszutauschen.
Als Sender und Empfänger arbeiten jetzt 2 moderne Motorola Transceiver CM-360 auf unserem Standort.

Wir hoffen mit dieser Geräteausstattung das Heiderelais wieder wie früher zu einem Highlight in der norddeutschen Relais-Landschaft werden zu lassen.

Wie wir alle wissen, haben sich die Bedingungen der Relais-Standorte bei der DFMG vielfach verändert. Es dürfen nur noch 4 Antennen mit einer wirksamen Gesamtfläche der Antennen von 1m² genutzt werden. Weiter ist die Stromaufnahme auf 100 Watt begrenzt.

Für das Heiderelais bedeutete diese neue Vorgabe in Bezug auf die Stromaufnahme keinen Anpassungsbedarf, dafür gestalteten sich die Änderungen an der Antennenanlage etwas aufwändiger.
Die oberen 4 Sende-Dipole wurden komplett demontiert und ersetzen nun nach einer Revision die unteren 4 Vierer-Felder. Das bedeutet, das wir nur noch eine Antennenebene für Empfang und Sendung zur Verfügung haben und somit keine natürliche Entkoppelung der Frequenzen.

Diese Entkoppelung mussten wir uns für teures Geld durch die Beschaffung eines Duplexers (DPRES-6VL) des finnischen Spezialisten Inter Kosketus Telecom erkaufen. Die Kosten hierfür betrugen knapp 1500 €.
Die elektrischen Werte dieser Weiche sind aber auch außergewöhnlich, theoretisch könnten wir mit 100 Watt senden ohne den Empfang zu stören, und das bei 600 kHz Frequenzabstand.

Die neuen Standortbedingungen erforderten auch eine Neuanordnung der Relais-Technik. Nach der Beschaffung eines neuen Modulschrankes waren noch einige Umbauten zur Aufnahme der Relais-Komponenten nötig.

Als Ablaufsteuerung versieht die bewährte WX-Steuerung ihren Dienst, nachdem diese eine neue Firmware bekommen hat.

Zu guter letzt wurden noch die gesamten HF-Kabel die im neuen Modulschrank nicht mehr passten und manchmal auch zu Störungen führten ausgetauscht.

Nun ist nun alles in trockenen Tüchern, wie man so schön sagt.

Hier nun der ganz herzliche Dank an alle die mitgeholfen haben das alles nun (fast) Perfekt ist oder wird.  Die Aufzählung ist bestimmt nicht vollständig:

Die vielen Spender die den Erhalt von DB0RH ermöglichten
– über 50 Geldspenden, einige auch als Dauerauftrag
Die Funkamateure die mit Rat und Tat mitgeholfen haben
– Günther, DK8OH mit seinem Antennentrupp,
– Peter, DK5OY bei der Beschaffung der Weiche
Die OMs die Material zur Verfügung gestellt oder besorgt haben
– Thomas, DC6KU und Bernd, DC6ZZ
Die beiden die sich um die Instandsetzung der Antennen bemühten
– Anke, DO2OAB und Tom, DO8AIL

Allen Spendern nochmals herzlichen Dank – Sie haben mit dem OV Z84 erreicht, dass das Heiderelais wieder QRV sein kann.
Der ab Januar 2007 bis Ostern 2010 durch Spenden aufgebrachte Betrag beläuft sich auf über 2600 Euro.

Nach neustem Recht sind bei Spenden bis 100 € keine Spenden-quittungen mehr notwendig.
Die Spender müssen durch Konto-Überweisungen beim Einkommens-steuernachweis belegen, daß Spenden bargeldlos gezahlt wurden.
Als Empfänger ist „VFDB“ (Verband der Funkamateure in Telekommunikation und Post) Steuernummer: Finanzamt Dieburg 0825052982-P/G01 anzugeben.

Vorstand Z-84 des VFDB
P.-A. (Axel) Wellinghaus, DG6YDY
Matthias Neuss, DJ7RS

Verantwortlicher DB0RH
Uwe Krümmel, DG1OW